Fallschirmspringer
Juli 4, 2016

Ängste überwinden, Innovationstreiber werden!

Trendklima in Deutschlands Unternehmen steigt

Jetzt wird’s heiß: Nicht nur der Sommer treibt die Temperaturen in die Höhe, auch das Trendklima in der deutschen Wirtschaft steigt signifikant an. Unternehmen investieren in Innovationen und sind positiv hinsichtlich nachhaltiger Erneuerungen gestimmt. Insbesondere die Mobilitätsbranche sowie Banken und Versicherungen sind beflügelt, wenn es um Innovationen geht. Das ist ein zentrales Ergebnis der neusten Befragung des Trendinstituts 2b AHEAD ThinkTank. Allerdings herrschen trotzdem noch starke Innovationshemmer: Angst, Macht und Glaube halten viele Unternehmer von der Durchsetzung von Innovationen ab.

Deutschlands Unternehmen befinden sich mitten in der digitalen Metamorphose, darunter verstärkt auch Banken und Versicherungen. Die Ergebnisse der Befragung des Trendinstituts 2b AHEAD ThinkTank zeigen deutlich, dass Unternehmen immer innovativer werden: Der Wert des Trendklimas ist im Vergleich zu den Ergebnissen vor einem halben Jahr von 127 auf 144 gestiegen.[1] Zudem investieren Unternehmer rund zehn Prozent mehr Ressourcen in das Thema Innovation – verstärkt werden externe Innovationsdienstleister herangezogen, um das Unternehmen mit zukunftsfähigen Lösungen auszustatten.

Omnichannel und Big Data: Für Banken künftig unverzichtbar

Im Bereich der Banken und Versicherer ist Omnichannel das Trend-Thema Nummer eins. 87 Prozent der Befragten gaben an, dass Multikanal-Strategien zu den bedeutsamsten Innovationsthemen der Branche gehören. Dicht gefolgt von Big-Data-Analysen für ein besseres Kundenverständnis: Hier gaben rund 84 Prozent an, dass diese deutlich an Relevanz gewonnen hätten.

„Besonders für Banken ist es wichtig, aus dem Einheitsbrei herauszustechen: Differenzierung ist das Stichwort. Banken müssen gezielter und individueller auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Mithilfe intelligenter IT und Big-Data-Analysen ist das schon heute alles möglich“, erklärt Natalie Gude Losada, Geschäftsführerin von dem Berliner IT-Unternehmen PRO-DIRECT-FINANCE. „Die Frage ist, ob die Bereitschaft zur Veränderung überhaupt besteht. Und, inwieweit der Stillstand oder eine schleppende Entscheidungsfindung zu einer Schädigung der Stabilität in Zukunft führt.“

Innovationshemmer Nummer eins: Angst

Es gibt sie, die Innovationshemmer: Mehr als die Hälfte der Befragten Innovationsköpfe gaben an, dass Angst häufig die Einführung von Innovationen verhindere. Jeder dritte Innovationskopf hat demnach schon einmal eine Innovation aus Angst verhindert. Entscheider schrecken oft davor zurück, Neuerungen im Unternehmen durchzusetzen – Aus Angst vor Risiken und Fehlentscheidungen. Hinzu kommt, dass besonders in traditionellen Unternehmen bei den Mitarbeitern oft der Wille zur Veränderung fehlt.

„Die Lösung ist, Innovationen mithilfe von offenen und risikoarmen Prozessen in Kombination mit einer ausführlichen Aufklärungsphase einzuführen“, so Gude Losada. Die IT-Expertin schlägt vor, den Mitarbeitern anhand einer offenen Kommunikation die Notwendigkeit der Veränderung zu vermitteln. Im besten Falle werden Mitarbeiter durch Innovationen entlastet – Beispielsweise durch eine Verlagerung von regulatorischen Themen in digitale Prozesse.

„Wichtig ist, genügend Zeit für diese Themen einzuräumen. Denn eine veränderte IT ist nicht allein, was den Erfolg ausmacht. Der Weg zum innovativen Unternehmen beginnt in den Köpfen der Mitarbeiter. Und dafür sind Informationen und Freiräume oder auch Denkräume notwendig.“

Macht: Innovationshemmer oder -treiber?

Der zweitgrößte Innovationshemmer ist Macht – rund 43 Prozent der Führungskräfte befürchten einen Machtverlust durch die Einführung von Innovationen. Beinahe genauso viele Befragte gaben an, dass sie sich dadurch einen Machtgewinn erhoffen. Diese unterschiedlichen Sichtweisen gehen aus der aktuellen Verschiebung der Macht innerhalb des Marktes hervor: Im Zuge der Digitalisierung ist weniger der Besitz von Infrastruktur mit Macht verbunden, als vielmehr der Zugriff auf den Kundendialog. Hier zeigt sich deutlich die steigende Relevanz des Themas Omnichannel.

„Um Macht nicht mehr als Innovationshemmer zu sehen, müssen transparente Kommunikationswege gegangen werden, um Vertrauen aufzubauen: Intern mit Mitarbeitern und Kollegen, wie auch extern im Kundendialog. Dazu gehört auch, die eigene Strategie regelmäßig zu hinterfragen und sich Feedback von den Mitarbeitern einzuholen“, erklärt Gude Losada.

Regelbrecher sind Innovationstreiber

Der drittgrößte Innovationshemmer ist laut den Befragungsergebnissen der Glaube an bestehende Denkmuster. 80 Prozent der Befragten gaben an, dass Langzeitexperten wenig Innovationsbereitschaft zeigen und an festgefahrenen Regeln glauben – Quereinsteiger hingegen halten sie für deutlich innovativer.

„Regelbrecher sind die wahren Innovationstreiber. Die größte Herausforderung für Unternehmer ist es, Fachkräfte zu Quereinsteigern zu machen und zur Innovationsbereitschaft zu überzeugen. Ein anderes Mittel, um verkrustete Strukturen aufzubrechen, ist das Ideenmanagement“, so die IT-Expertin.

Damit Angst, Macht und Glaube als Innovationshemmer überwunden werden können und Unternehmen zu Innovationstreibern werden, sollten alte Strukturen regelmäßig von Managern überdacht und hinterfragt werden.

„Positive Beispiele zeigen, dass Information, Offenheit und eine stete Bewegung im Unternehmen der Schlüssel zum Innovations-Erfolg ist. Regelmäßig neue Teams bilden, über den Tellerrand schauen, und vor allem: Mitarbeiter zur Ideenfindung animieren. Stellen Sie sich Fragen! Was machen meine Kollegen? Wie ergeht es den Kunden? Die Basis dafür stellt die Einführung  moderner IT-Systeme dar. Denn wenn keine Entlastung erfolgt, gibt es auch keine Freiräume“, so Gude Losada.

Über die Befragung

Das Trendinstitut 2b AHEAD ThinkTank hat 202 Experten aus Unternehmen unterschiedlichster Branchen zu ihrer Innovationsneigung sowie der Richtung aktueller und zukünftiger Trends befragt. Rund ein Fünftel der Befragten sind der Finanz- und Versicherungsbranche zuzuordnen. Die Befragung wurde online zwischen April und Mai 2016 durchgeführt.

 

Bildquelle: oneblink-cj / istockphoto.com

[1] Die Studienergebnisse sind unter http://2bahead.com/fileadmin/content/2bahead/Studien/Summary_TrendIndex_2016.1.pdf abrufbar (Stand: 17.06.2016).

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